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Lepus europaeus Pallas, 1778

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Art-Foto
Feldhase, Lepus europaeus. Foto: Lothar Bach

Taxonomie

  • Unterstamm: Vertebrata
  • Klasse: Mammalia
  • Ordnung: Lagomorpha
  • Familie: Leporidae

Bearbeiter

  • Name:
    Birte Sänger
  • Institution:
    HS Bremen
  • Info:
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  • Webseite:

Rote Listen

IUCN
Least Concern(LC)
RL Deutschland (Meinig et al. 2009)
Gefährdet(3)

Weitere Attribute

Kommentar

Deutsch (DE-CH-AT)

Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild wählt den Hasen zum Tier des Jahres 2015

 


 

Artbeschreibung


Beschreibung

 

Der Feldhase ist neben dem Schneehasen (Lepus timidus) der größte Vertreter ( Kopfrumpflänge von 55-65 cm) der Familie Leporidae. Feldhasen sind grasfressende Tiere und offene Grünland Spezialisten. Ihr natürlicher Lebensraum sind Bergregionen, in denen sie vom Schneehasen ersetzt wurden (Green et al. 2013). In Europa sind Feldhasen wichtiges Jagdwild, deren Anzahl seit den 1960er Jahren zurückgegangen ist (Schai-Braun et al. 2013).


Aussehen

Der Feldhase ähnelt der äußeren Gestalt des Schneehasen (L. timidus), besitzt jedoch längere Gliedmaßen. Zudem ist der Schwanz (7,5 bis 10 cm) deutlich länger als beim Schneehasen. Auf der Oberseite ist der Schwanz mit einem deutlichen schwarzen oder schwarzbraunen Fleck. Die Ohren sind relativ lang und überragen nach vorne geklappt die Schnauzenspitze. Die Augen des Feldhasen sind groß mit hellbrauner Iris (Niethammer & Pegel 2003).

 

Verbreitung

Der Feldhase ist heimisch in West- Nord und Mitteleuropa sowie Westasien (Green et al. 2013). Die Art ist im Westen von Spanien, Im Norden bis zu Teilen Skandinaviens, im Süden zum Norden des Nahen Ostens und im Osten bis zu Teilen Sibiriens verbreitet (Smith & Johnston 2008). Feldhasen  wurden in einer Vielzahl von Ländern eingeführt, wie Großbritannien, Irland, Kanada, Neuseeland, Australien und Argentinien.  Die Höhenverbreitung reicht bis zu Höhen von 2000 m in Neuseeland, 2150 m in Australien, 3500 m in Nord- und Zentralchile sowie 4000 m in Argentinien (Green et al. 2013).


Lebensraum

Feldhasen kommen in einer Vielfalt an verschiedenen Habitaten vor. Sie sind in Tiefland Auwäldern und Mischhabitaten von Hügelland und Berggebieten zu finden (Chroust et al. 2012). Feldhasen sind u.a. in Wohngebieten, Hecken und Brachland zu finden. Die Wahl des Lebensraums ist abhängig von der Populationsdichte. So sind in landwirtschaftlichen Gebieten mittlere bis hohe Feldhasen Dichten zu verzeichnen. In den gleichen Gebieten mit niedrigen Dichten werden Habitate gemieden, die bei hohen Dichten präferiert werden. Nach Schai-Braun et al. (2013) bevorzugen Feldhasen im Frühling mit Bäumen bestandene Habitate und meiden städtische Gebiete und Grünland. Zudem bevorzugen sie artenreiches Weideland, gepflügtes Ackerland, sowie Gemüse und Stoppelfelder. Verstecke befinden sich meist in strukturreichen Landschaften (Schai-Braun et al. 2013).


Nahrung

Die Nahrung des Feldhasen wird von Gräsern, Kräutern und Sträuchern dominiert. Im Sommer besteht die Nahrung hauptsächlich aus Gräsern und Kräutern, im Herbst aus Kräutern und im Winter aus Sträuchern (Green et al. 2013). Nach Schai-Braun et al. (2013) suchen Feldhasen im offenen Gelände mit kurzer Vegetation nach Nahrung. Im Winter gehören Nadeln von Nadelbäumen und Sprosse von Bäumen und Sträuchern zur Nahrung des Feldhasen.


Fortpflanzung

Feldhasen bringen im Durchschnitt drei Würfe pro Jahr zur Welt. Nach einer Tragzeit von 41 bis 42 Tagen werfen die Weibchen ihre Jungen. Die Geschlechtsreife erlangen die Weibchen mit 7-8 Monaten und die Männchen werden mit 6 Monaten geschlechtsreif (Smith & Johnston 2008). Nach Schröpfer & Nyenhuis (1982) findet die Jungenaufzucht im Frühjahr statt.

 

Feinde/Gefahren

Neben dem Rotfuchs als Hauptfeind, werden Feldhasen von allen Raubsäugern sowie größeren Greifvögeln (z.B. Bussard) und Eulenarten erbeutet. Viele Tiere fallen auch dem Straßenverkehr oder landwirtschaftlichen Maschinen zum Opfer (Niethammer & Pegel 2003).

 

Parasiten/Krankheiten

Feldhasen werden u.a. von Lungenwürmern, wie Protostrongylus pulmonalis und Nematoden (Fadenwürmern), wie Trichostrongylus retortaeformis parasitiert. Kokzidien, wie Eimeria robertsoni, E. semisculpta und E. leporis sind regelmäßig Parasiten des Feldhasen. Des Weiteren werden sie häufig von Graphidium strigosum und Trichuris leporis befallen. Am häufigsten kam die Nematodenart Trichostrongylus retortaeformis vor. Zudem können Bandwürmer, wie Andrya rhopalocephala, A. cuniculi, Mosgovoyia pectinata, M. ctenoides und Cittotaenia denticulata nachgewiesen werden (Chroust et al. 2012). Nach Lukešová et al. (2012) wurden Parasiten der Gattung Eimeria am häufigsten in den Exkrementen von Feldhasen nachgewiesen (90,5 %; n= 1680). Nach Lukešová et al. (2012) ist die Kokzidiose die größte Bedrohung für die Feldhasen in der Tschechischen Republik (Lukešová et al. 2012).

 

Weiterführende Literatur

Chroust, K., Vodnansky, M. & Pikula, J. (2012): Parasite load of European brown hares in Austria and the Czech Republic. - Veterinarni Medicina 57(10): 551-558.

Green, K., Davis, N. E., Robinson, W. A., McAuliffe, J. & Good, R. B. (2013): Diet selection by European hares (Lepus europaeus) in the alpine zone of the Snowy Mountains, Australia. - European Journal of Wildlife Research 59(5): 693-703.

Lukešová, D., Langrová, I., Vadlejch, J., Jankovská, I., Hlava, J., Válek, P. & Čadková, Z. (2012): Endoparasites in European hares (Lepus europaeus) under gamekeeping conditions in the Czech Republic. - Helminthologia 49(3): 159-163.

Niethammer, J. & Pegel, M. (2003): Lepus europaeus (Pallas, 1778) – Feldhase. In: Niethammer, J. & Krapp, F. (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas: Band 1/I Nagetiere. – Akademische Verlagsgesellschaft, Wiesbaden, 304 S.

Schai-Braun, S. C., Weber, D. & Hacklander, K. (2013): Spring and autumn habitat preferences of active European hares (Lepus europaeus) in an agricultural area with low hare density. - European Journal of Wildlife Research 59(3): 387-397.

Schröpfer, R. & Nyenhuis, H. (1982): Die Bedeutung der Landschaftsstruktur für die Populationsdichte des Feldhasen (Lepus europaeus Pallas 1778). - Zeitschrift für Jagdwissenschaft 28(4): 213-231.

Smith, A.T. & Johnston, C.H. (2008): Lepus europaeus. In: IUCN 2013. - IUCN Red List of Threatened Species. Version 2013.2. Veröffentlicht im World Wide Web unter: http://www.iucnredlist.org/details/41280/0 [29.12.2013].

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KURZDIAGNOSE

Quelle: ZITAT 

Flossenformel FORMEL
L.l. Anzahl Schuppen ANZAHL
Schlundzähne ANZAHL
Höhen-Längen-Verhältnis HÖHE:LÄNGE (TL)

ARTBESCHREIBUNG

Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt L. Rennebeck u. K. Plump, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]; durchgesehen und redigiert J. Freyhof, 2013.

Beschreibung
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Verbreitung
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Lebensraum
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Biologie
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Bemerkungen
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WEITERE INFORMATIONEN

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GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN

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WEITERFÜHRENDE LITERATUR

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